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Die Artenvielfalt im Korallendreieck von Indonesien

Unsere Erde hat eine Oberfläche von 510 Millionen Quadratkilometer, wobei ca. 71% (ca. 360 Millionen km²) von Wasser bedeckt ist. Die Gesamtfläche der heutigen Korallenriffe liegt bei 600.000 km², somit nur ca. 0,17% der Weltmeere.

Wie wichtig dieser kleine Lebensraum für das gesamte Ökosystem unserer Erde ist, werden wir erst wissen, wenn es keine Korallenriffe mehr gibt.

Warum konnten sich in Indonesien so viele Arten entwickeln?

  • Der Kontinental-Drift
  • Das Korallendreieck von Indonesien

Gehen wir 50 Millionen Jahre in der Entstehungsgeschichte der Erde zurück.

Wissenschaftlern zufolge befand sich Papua-Neuguinea noch sehr dicht an Australien und weit südlicher des Äquators gelegen als wie heute.
Durch den Kontinentaldrift der Indo-Australischen Platte, der Pazifischen Platte, der Eurasischen Platte und der Philippinischen Platte wurden die Inselgruppen des Indo-Pazifik zusammen geführt und bildeten das heutige Indonesien.

Genau im Zentrum und an der Schnittstelle der vier Kontinentalplatten liegt West Papua mit Raja Ampat.

Durch diese Verschiebung der Landmassen wurden sehr viele verschiedene Arten zusammen geführt. Hier entstand eine Artenvielfalt, die weltweit einmalig ist, das heutige Korallendreieck von Indonesien.

Diese Artenvielfalt wurde auch nicht durch die letzte Eiszeit bedroht, sondern eher begünstigt.

Da in der Eiszeit sehr viel Wasser an den Polkappen gebunden wurde, sank der Meeresspiegel um bis zu 150 Metern. Neu entstandene Landverbindungen zwischen den vielen Inseln trennten große Wasserflächen und isolierten die dort lebenden Arten. Diese mussten sich an ihre neuen Lebensbedingungen anpassen, wodurch wiederum neue Arten entstanden. Zum Ende der Eiszeit stieg der Meeresspiegel wieder an und führte alle zuvor isolierten Arten in einer unglaublichen Vielfalt zusammen.

Endemische Baggai-Kardinalfische

Zentrum dieser Artenvielfalt ist Raja Ampat im Mittelpunkt des Korallendreiecks, dessen Eckpunkte im Norden bei den Philippinen, im Südwesten bei Bali und im Osten bei den Salomonen liegen. In diesem Dreieck leben mehr als 75% aller bekannten Korallenarten der Erde.

Die Artenvielfalt in den Gewässern von Raja Ampat ist einfach unglaublich und übertrifft alles bisher Bekannte. Expeditionen der letzten Jahre zeigten, dass allein die Fläche zweier Fußballfelder mehr Arten aufweist als die gesamte Karibik zusammen. Eigentlich unvorstellbar!

Dies ist umso anschaulicher, wenn man diese Artenvielfalt mit der des Karibischen Meeres vergleicht. Da die Angaben je nach Quelle jedoch sehr abweichen, möchte ich hier nur Annäherungswerte angeben.

  Karibik Korallendreieck  
Anzahl der Korallenarten weniger als 100 mehr als 1000  
Anzahl der Fischarten ca. 1400 ca. 3500-4000  

Hinzu kommt, dass sich ein Großteil aller Mangroven an den Küsten Indonesiens befindet und Schutz für den Nachwuchs unzähliger Arten bietet. Auch die unglaubliche Küstenlänge Indonesiens mit ca. 17500 Inseln trägt sicherlich dazu bei, dass sich gerade in Indonesien sehr viele Korallenriffe bilden konnten.

Die Bedrohung der Korallenriffe

Wichtiger Lebensraum Mangroven

Diese Konzentration an Artenreichtum nennt man auch Hot-Spots. Und gerade diese empfindlichen Hot-Spots sind besonders bedroht durch eine Vielzahl äußerer Einflüsse, obwohl sie immens wichtig sind für den Schutz der Küstenlinien und vor allem für den gesamten Fischbestand, da die Riffe und die Mangroven Kinderstube der meisten Arten sind.

Besonders bedroht werden die Riffe durch den Menschen, sei es durch industrielle Überfischung, Fischen mit Dynamit oder Cyanid, Aquarienfischerei, Überdüngung durch Industrieanlagen, Ausbeutung von Bodenschätzen wie Öl und Gas, durch allgemeine Verschmutzung der meist armen Bevölkerung, die in diesen Gebieten leben und nicht zuletzt von Touristen, die ja gerade wegen der Artenvielfalt die weite Reise auf sich nehmen.

Durch die globale Erwärmung und der dadurch verursachten weltweiten Korallenbleiche wird das Riff zusätzlich stark belastet und wird auch durch die immer stärker werdenden Stürme gefährdet, die sich durch die hohe Wassertemperatur der Meere erschreckend oft entwickeln.

Schon heute sind 10-20 Prozent aller Korallenriffe zerstört und nicht mehr zu retten, 75 % aller noch existierenden Riffe stark gefährdet.

Viele Touristengebiete werben mit intakten Korallenriffen. Wir haben jedoch an solchen Orten schon Riffe gesehen, die zu 100% tot waren und bereits eine Endzeitstimmung aufkommen ließen. Erschreckend und traurig zugleich!

Nach Meinung vieler Wissenschaftler wird es vermutlich im Jahre 2050 keine Korallenriffe mehr geben. Solange wir unsere Meere weiter radikal ausbeuten, 100 Millionen Haie jährlich allein der Flossen wegen abschlachten und das Klimaproblem immer weiter nach hinten schieben, werden unsere Korallenriffe keine Zukunft mehr haben.

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