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Light & Motion Sunray 600 LED: Praxistest

Die Lichtanlage Sunray 600 LED in der Praxis:

Beim ersten Einschalten der Lichtanlage wird sofort klar, dass die LED-Technik in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat. Unglaublich hell und subjektiv weiß strahlen die 6 kleinen LEDs, obwohl es sich bei der Sunray LED 600 nur um die kleinste Doppeltankanlage von Light & Motion handelt. Was die größeren Anlagen Sunray 1200 und 2000X zu leisten vermögen, kann ich mir kaum vorstellen.

Die Ausleuchtung ist sehr homogen und weist keine sichtbaren Lichtspots auf. Der Leuchtwinkel ist mit 70° ausreichend, zum Rand hin fällt die Lichtintensität gleichmäßig ab. Die Bedienung über den linken Handgriff ist vorbildlich gelöst, die Dimmfunktion sehr gut abgestuft.

Ein riesiger Vorteil ist die geringe Stromaufnahme der LEDs, die Brenndauer mit denen von Halogenlampen nicht zu vergleichen. Auch wenn die Lampen tagsüber oft genutzt werden, wird die verbleibende Kapazität noch für einen kompletten Nachttauchgang ausreichend sein.
Erwähnen sollte man noch die Langlebigkeit der LEDs, welche mit über 20.000 Stunden angegeben wird. Verschleißteile wie Ersatzbrenner und Lampenkopf O-Ringe gibt es nicht mehr!

Schwimmlage & Auftrieb mit der Sunray 600 LED

Die Schwimmlage der gesamten Anlage ist sehr gut. Die horizontale Ausrichtung ist neutral, das Gehäuse kippt weder nach vorne noch nach hinten ab. Da die komplette Anlage ein Gewicht von 5630 Gramm und ein Volumen von 4770 ml hat, wird ein Abtrieb von 860 Gramm in Süßwasser erzeugt. Um neutral austariert zu sein, fehlt ein Auftriebskörper mit 860 ml Volumen (ohne Eigengewicht).
Da aber der Auftrieb in Salzwasser 35 Gramm/L beträgt, muss der Auftriebskörper um ca. 165 ml abgespeckt werden. Weitere 100 ml reduziere ich für einen sehr leichten Abtrieb, den ich persönlich bevorzuge.

Auftriebskörper mit 610 ml Volumen

Aus diesem Grund habe ich mir einen maßgeschneiderten Auftriebskörper aus sehr druckfestem Hartschaum hergestellt und mit Carbongewebe (2x 160 gr.) laminiert. Es wird ein Auftrieb von 580 Gramm erzeugt, das Gesamtgewicht der gesamten Videoanlage beträgt in Salzwasser ca. 120 Gramm. Viele Taucher mögen auch gerne höheren Abtrieb und sollten die Videoanlage ohne Auftriebskörper betreiben oder vorgefertigte Tariermittel von Light & Motion kaufen.

Die Leistung der Sunray 600 LED

  • Ausleuchtung an Land mit Halogen
  • Ausleuchtung an Land mit der Sunray 600 LED

Zunächst habe ich über Wasser die Helligkeit und Farbtemperatur mit meiner alten HLX verglichen. Zu diesem Zweck wurden beide Testfotos exakt mit den gleichen Kameraeinstellungen aufgenommen. Kamera Canon SLR (Blende/Zeit 7,8/0,8 sek., ISO 100, WA Tageslicht)

Festzustellen ist, dass die MB-Sub im Normalbetrieb (70% Leistung) erkennbar heller erscheint, jedoch ohne Korrektur des Weißabgleichs ein stark gelb-oranges Licht abgibt. Das der Sunray 600 LED entspricht in etwa dem von Tageslicht, was durch die Herstellerangabe von 6500 Kelvin unterstrichen wird.

Da uns der Vergleich über Wasser aber weniger interessiert, kommen wir nun zu Aufnahmen unter Wasser, vergleichen dort die Lichtintensität und sehen uns die Notwendigkeit eines manuellen Weißabgleichs unter Kunstlichteinsatz an!

Aufnahmeort ist wieder der Pool, der sich durch seine alles überlagernde und blaue Farbgebung schon am Tage als schwierig erwiesen hat.

Kunstlichtaufnahme mit manuell durchgeführtem Weißabgleich

Das Bild zeigt die Testtafel mit ein paar Muscheln im typischen Motivabstand von ca. 140 cm, ausgeleuchtet mit der Sunray 600 LED und manuell durchgeführtem Weißabgleich. Blende, Zeit und ISO-Wert werden natürlich von der CX550 an die Lichtverhältnisse angepasst, das Motiv entsprechend gut belichtet. Das gleiche Motiv leuchtete ich mit der MB-Sub bei 70% Leistung unter gleichen Voraussetzungen aus, das Resultat war wie erwartet absolut identisch, weswegen ich hier auf das Bild verzichte.

Subjektiv hatte ich jedoch das Gefühl, das weiße Licht der Sunray sei deutlich heller unter Wasser. Diese Vermutung bestätigt sich auch durch Internetrecherchen und trifft zumindest bei Dunkelheit voll ins Schwarze. Das weiße Licht der LED hat durch seine Wellenlänge eine höhere Reichweite als das der Halogenlampe, dessen farbiges Licht deutlich mehr absorbiert wird.
Tagsüber sieht das offensichtlich wieder anders aus. Das gelbliche Licht der Halogen unterscheidet sich deutlicher vom Tageslicht und erscheint umso heller, je höher man auftaucht. Da in zunehmender und farblos erscheinender Tiefe die Lichtverhältnisse aber immer weiter abnehmen, wird das LED-Licht der Sunray durch die vorteilhaftere Farbtemperatur und der dadurch bedingten höheren Reichweite klar im Vorteil sein.

Ich denke, dass die Sunray 600 LED ausreichen wird, auch größere Motive auszuleuchten, Halogenlampen mit 35W wird sie auf jeden Fall in den Schatten stellen. Da man eigentlich nie genug Licht mit unter Wasser nehmen kann, wäre mir trotz des guten Abschneidens der Sunray 600 der größere Bruder Sunray 1200 LED lieber gewesen, war jedoch leider nicht mit meinem Budget vereinbar.

Nun zum Weißabgleich unter Kunstlicht-Bedingungen

Kunstlichtaufnahme mit automatischem Weißabgleich

Dieses Bild zeigt das gleiche Motiv, ebenfalls ausgeleuchtet mit der Sunray bei automatischem Weißabgleich. Das Blaue überwiegt hierbei wieder und verfälscht die Farben des Testchart als auch die der Muscheln. Ich brauche wohl nicht zu betonen, dass das vorangestellte Bild deutlich besser ist und keiner Korrektur bedarf.

Im Freiwasser wird der Unterschied vermutlich nicht so extrem sein, der blaue Pool ist schon eine große Herausforderung an die Technik der Kamera.

Festzuhalten ist, dass der manuelle Weißabgleich, auch bei Einsatz von Videolampen mit optimaler Tageslicht-Farbtemperatur, ein sehr sinnvolles und einfaches Mittel ist, bereits im Original farbechte Aufnahmen zu erhalten. Bei einem Nachttauchgang einmal durchgeführt, kann dieser Wert auch bis zum Auftauchen Bestand haben.

Schutz der Akkus beim Abstellen:

Die Akkutanks besitzen auf der Unterseite leichte Gummikeder zum Schutz der Lackierung. Da ich immer sehr besorgt um die teure Ausrüstung bin, werde ich jeden Akkutank mit einem Streifen aus dickerem Zellkautschuk bestücken. Neben dem besseren Schutz der Akkutanks besteht der große Vorteil darin, dass die zum Teil starken Vibrationen der Boote etwas absorbiert werden und nur noch gedämpft auf die Ausrüstung und deren Elektronik treffen.
Mit UHU-Plus geklebt (2 Komponenten Epoxydharz-Kleber), den ich auch im Urlaub immer für den Notfall bereit halte, wird das sicherlich sehr lange halten.

Zum Schluss noch etwas Lustiges, was ich erwähnen muss:

Da die Lichtanlage ebenfalls über Infrarot-Signale gesteuert wird, können Störsignale anderer Sender unerwünschte Funktionen auslösen. Als ich die Anlage im Wohnzimmer abstellte und kurze Zeit später den Fernseher bediente, schaltete sich die Sunray ein. Rein zufällig hatte die gedrückte Taste der Fernbedienung die gleiche Frequenz, die zum Einschalten der Lichtanlage benötigt wird.
Da dies aber nur im Bereitschaftszustand der Sunray möglich ist, sollte es kein Problem darstellen.

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